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Gehackt!

Als ich das erste Mal gehackt wurde, war das so:

Ich hatte eine kleine Homepage, etwas, das ich selber vollmundig “Community” nannte. Es war eine Zeit, in der man sich noch selber um Homepages und Updates gekümmert hat, und Updates hat man eigentlich nur dann installiert wenn man neue Funktionen brauchte, und nicht, um die eigene Seite irgendwie sicherer zu machen. Und eines Tages ging ich auf die Homepage, und sie war weg, dort stand nur “Hacked by <1337G|_|Y>” (Okay, zugegeben, Leetguy habe ich mir nur ausgedacht. Ich weiß nicht mehr wie der hieß). Außer der Haupt-Seite waren aber alle Daten noch da.

Das Gefühl, das ich damals hatte, war nicht angenehm. Man stelle sich vor, man kommt nach Hause, alles ist wie bisher, im Schlafzimmer steht nur plötzlich ein Strauß Blumen.

Leetguy hatte (vermutlich absichtlich) genug Spuren hinterlassen, um ihn in einem Chatroom ausfindig zu machen. Denn ich wusste schon damals um die verschiedenen Hackerethiken, und die Tatsache, dass jemand in mein System einbricht, aber nichts anderes tut als mir eine Warnung zu hinterlassen, ist auf jeden Fall einen Dank wert - außerdem war ich neugierig und wollte wissen, wie so ein richtiger Profi sowas eigentlich macht.

Die Auflösung war ziemlich ernüchternd. Ich fand Leetguy, und er war 13. Gut, ich war damals 14 - aber 13jährige die sich so benehmen als wären sie 13 waren damals einfach schlimm, vermutlich so schlimm wie heute auch. Und alles, was Leetguy gemacht hatte, war, eine bekannte Schwachstelle auszunutzen. Man musste nur nach einem bestimmten Suchbegriff googlen, um betroffene Seiten zu finden, und hatte man sie gefunden, konnte man seinen Angriff durchführen (Ja, so einfach war das!). Und er konnte gar  nichts anderes machen als die Hauptseite zu verändern, deswegen waren die Daten noch da!

Etwas enttäuscht verließ ich den Chatroom, in dem B|_|chs74b3n verpönt waren und man lieb0r Z4hl3n und Sonderzeiche|\|verwendete.

Aber an das Gefühl erinnere ich mich sehr, sehr gut, und es kam letzte Nacht wieder, als jemand in mein Google-Mail-Konto eingebrochen ist.

Mein Mailkonto ist sowas wie mein zentrales Nervensystem. Facebook und Tumblr schicken bereitwillig ein neues Passwort an meine Mailadresse, sollte es jemand anfordern. Schlimmer noch: Bei Amazon oder iTunes ist es genauso, dort kann jemand in meinem Namen nach Herzenslust shoppen. Und noch schlimmer: Meine Banksachbearbeiterin führt auf Zuruf Überweisungen für mich aus. Klar, wenn ihr jemand sagen würde, “Bitte überweisen Sie 10 Mio. auf folgendes Konto”, dann würde sie stutzig werden, aber ich glaube, bei Beträgen bis zu 1000€ würde sie nicht fragen.

Ein schlauer Hacker würde vermutlich gar nicht sofort anfangen, Mist zu machen, sondern erstmal gemütlich meine alten Mails lesen - denn Google Mail löscht ja nicht, es archiviert nur. Und dann hätte der Hacker ein genaues Bild von mir und könnte loslegen. Und ich würde nichts merken.

Dieser Gedanke ist extrem beunruhigend. Aber erstens hat Google selbst die Attacke bemerkt und blockiert, und zweitens war der Hacker kein Deutscher und hätte gar nicht in meiner Landessprache irgendwas tun können (selbst Passwort zurücksetzen wäre zumindest schwerer geworden). Gefahr abgewandt!

Ich benutze jetzt Googles Zwei-Wege-Login, wo man öfters mal einen Code eintippen muss, der aufs Handy kommt. Das ist zwar etwas aufwändiger, aber es geht schließlich um meine Identität.

Tags: misc security
Quote
"The existence of Spongebob and his strange friends is the result of radiation from nuclear arms testing that was performed on the Bikini Atoll in the late 40’s and early 50’s. Since they live under the atoll, the town is known as ‘Bikini Bottom’."

What ‘fan theories’ have blown your mind with their devastating logic? : AskReddit

Great post (which has also sent over 100k visitors to G-G in the last day), well worth a read.

(via travors)

(via simius)

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Men in Black 3 (Men in Black 3, 2012)


Nach dem großartigen ersten und eher schwachen zweiten Teil war ich
unsicher, ob MIB3 ein sehenswerter Film sein würde. Und ganz ehrlich:
die Trailer klangen eher langweilig, denn das Thema Zeitreisen ist
unendlich alt, und die Tatsache, dass K immernoch mehr über das MIB
weiß als J wenig glaubwürdig.

Trotzdem habe ich mir den Film angeschaut und muss sagen, dass sich
meine Befürchtungen nicht bestätigt haben. Der Film ist in erster
Linie eine gelungene Komödie, die vom Stil her eher an den ersten als
an den zweiten Film der Reihe erinnert. Einige wenige Gags sind
ziemlich platt (wie die Viagrer mit ihrer erstaunlichen Tablette),
aber die Macher haben dankenswerterweise darauf verzichtet, bestehende
Running Gags wie die Wurmaliens der ersten zwei Teile auszuwalzen.

Die Story ist erstaunlich stabil, oder anders gesagt: in sich
schlüssig, was weder bei MIB noch bei Filmen mit Zeitreisen allgemein
vorausgesetzt werden kann. Logik- oder Kontinuitätsfehler halten sich
Grenzen, und das Setting der späten 60er bietet die Grundlage für
viele gelungene Gags.

Aber auch darüber hinaus hat der Film einiges zu bieten. Der Bösewicht
ist herrlich eklig in Szene gesetzt und sorgt dadurch für die nötige
Spannung. Und das fünfdimensionale Alien Griffin bietet neue Einblicke
in unsere Welt und liefert so Stoff zum Nachdenken (einziges Manko: er
findet seinen fünfdimensionalen Zustand schrecklich. Des halte ich für
nicht allzu glaubwürdig, immerhin kennt er nichts anderes. Wir würden
ja auch nicht anfangen auf einmal zwei Beine für schrecklich zu
befinden…)

Ich muss sagen, insgesamt hat mich MIB3 mehr unterhalten als die
Avengers
, denn der Bösewicht ist böser, die Witze witziger, der
Soundtrack ist besser und K ist selbst cooler als Tony Stark.

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Animation

Ich betrat den Raum und ein riesiger Hase, ein fetter Engel und ein
alter Mann in Strapsen schauten mich an.

‘Hey’, sagte ich unsicher zu den Schauspielern, die ich unter den
Kostümen erkannte. Am Telefon hatte man mich nur gefragt ob ich über
16 wäre und heute sowie am kommenden Wochenende Zeit hätte. Der Hase
wandte sich dem Weihnachtsmann zu, der ein Problem mit seiner
Frauenunterwäsche zu haben schien. Der Fette Engel zündete sich eine
Zigarette an. ‘Äh…’ fragte ich sie. ‘Was ist hier los?’ Sie zog an
ihrer Zigarette und stieß den Qualm durch die Nase aus.
‘Nikolausparty’, sagte sie. ‘Wir animieren einen Haufen Studenten,
bevor die sich die Feuerzangenbowle ansehen. Das ist Deins.’ Sie
deutete auf ein weiteres Nikolauskostüm in den Farben einer bekannten
Zigarettenmarke, einen falschen Bart und eine Trommel.

Ich zog das Kostüm an, und unsere Regisseurin betrat den Raum. ‘Das
wird ne einfache Geschichte. Trommeln, Trommeln, kannst du irgendwas
so jeder mitklatschen kann?’ Ich überlegte kurz und nickte dann. ‘
Okay, also trommeln, dann sowas wie Seid Ihr Alle Da, dreimal, drei
ist eine gute Zahl, dann oh Tannebaum, Tannebaum,  Tannebaum, und der
Engel und der Hase verteilen Geschenke, dann Trommeln und der Strip’
Sie sprach immer so, sparsam mit dem Punkt am Satzende als wäre dieser
vom aussterben bedroht, und wichtige Worte stets wiederholend.

‘Ach und Bald’, sagte sie zu dem Schauspieler in Strapsen, der
eigentlich Archibald hieß. ‘Krieg das mal in den Griff! Der Tanga hält
das nicht!’ Der Hase lachte und Bald fummelte an seiner Unterwäsche.
‘Bleibt einfach nichts wo es soll’, sagte er, ’ aber ich strippe eh so
dass die nur wenig sehen. Erst am Ende dreh ich mich um und reiß den
Mantel einmal auf!’ ‘Beruhigend’, sagte der Hase trocken. Wir übten
den Ablauf ein paar Mal und trafen uns erst am Abend der Veranstaltung
wieder.

Mir war heiß, das Kostüm war eine bessere Wolldecke, ich hatte Durst
und das Atmen durch den Polyesterbart fiel mir schwer. Vorne stand der
Hübsche Engel, dahinter der Hase, dann ich, gefolgt von Bald und dem
Fetten Engel. Wir standen in einem Seiteneingang zum ersten Hörsaal an
diesem Abend. Von unserer Position aus konnten wir nicht in den Raum
sehen, aber der Lautstärkepegel ließ keine Zweifel daran, dass der
Raum wohl voll sein würde. Dann das Signal der Regisseurin, ich hob
den Drumstick, setzte an und -

mit ohrenbetäubenden Krach stimmten Hunderte Studenten mit ein. Ich
trommelte ‘We Will Rock You’, eine sichere Wahl, wenn man möchte dass
auch völlig betrunkene Menschen mitklatschen und -schunkeln können.
Schon nach den ersten drei Schlägen auf meiner Trommel hatten die
Studenten den Takt aufgegriffen und hundertfach verstärkt. Wir setzten
uns in Bewegung und betraten klatschend und trommelnd den Saal und
scheiße war der voll, ich hatte nie einen Hörsaal vorher von innen
gesehen, ich war noch Schüler, und es war der größte Hörsaal des
Gebäudes und jeder Platz war belegt und die Leute saßen auf den Gängen
und auf den Tischen und an den Seiten und es war voll und laut und
scheiße!

Ich sprang auf den Tisch in der Mitte, die wahnsinnige Meute klatschte
und klopfte weiter auch ohne mein Trommeln, ich atmete tief ein, durch
den Polyesterbart, und schrie: “…?!” Meine Lunge und vor allem meine
Stimmbänder brannten, aber selbst an meinen Ohren war kein einziger
Laut von meinen Lippen angekommen. Ich hob die Arme in eine
beruhigende Messiasgeste, und der Hase, Bald und die beiden Engel
taten es mir nach. Irgendwann war es ruhig genug dass ich nochmal
rufen konnte: ‘Seid Ihr alle da?!’

Das einstimmige “Ja” aus hunderten Kehlen schwappte wie eine Welle
über mich, drückte mich nach hinten, durchdrang mich bis in die letzte
Körperzelle. Der unbewusste Teil meines Gehirnes war mit der Situation
ebenso überfordert wie der bewusste und schüttete einfach mal
sämtliche Hormone aus, die noch vorhanden waren, nach dem Motto
‘irgendwas davon wird schon passen’. Aufgepumpt mit Adrenalin und
Endophinen und immernoch in der Messiaspose holte ich wieder tief Luft
und schrie, der Absurdität des Folgenden vollkommen bewusst: ‘ICH HABE
EUCH NICHT VERSTANDEN, SEID IHR ALLE DA?!’ Die zweite Antwort der
Studenten ließ die erste vor Neid erblassen.

‘Was zur Hölle war das?’ schrie der Fette Engel als wir. umringt von
Mitarbeitern des Theaters, uns zum nächsten Hörsaal durchkämpften.
Ihre Augen waren weit aufgerissen, sie zitterte, und mir ging es nicht
anders. ‘Scheiße war das geil!’ schrie der Hase zurück. Keiner von uns
hatte jemals soetwas erlebt. Irgendjemand drückte mir ein Bier in die
Hand, Getränke waren für uns frei an dem Abend. Mein Mund war trocken
und ich hatte vermutlich ein Polyesterbarthaar irgendwann zwischen Oh
Tannebaum und dem Strip eingeatmet. ‘Wasser’, wollte ich sagen, aber
wer auch immer mir das Bier gebracht hatte war schon wieder
verschwunden. Ich trank es in einem Zug leer, trat in ein Seitengang
des nächsten Hörsaals und trommelte.

Direkt hinter der Hauptbühne in dem Gebäude hatte man uns einen
kleinen Raum zur Verfügung gestellt, in dem ich vier Hörsäle später
auf dem Boden lag. Der Bart hing noch in meinem Gesicht und die
Trommel noch vor meinem Bauch, aber es erschien mir unmöglich daran
etwas zu ändern. Die Tür ging auf. ‘5 Minuten!’ schrie unsere
Regisseurin, und ich versuchte auf die Beine zu kommen. Wie konnte die
Pause so schnell vorbeigehen? Ich griff nach meinen Drumsticks und
fand nur einen halben. Wann war der kaputt gegangen? Etwas wichtigeres
fiel mir ein. ‘Bald!’ rief ich durch das Stampfen der Beats von der
Bühne. Mein Hals tat weh und ich war urplötzlich wieder im Stimmbruch,
aber das war wichtig. ‘Bald, ich stehe beim Strip immer hinter Dir’,
krächze ich, ’ und während das Publikum nur Deinen Mantel sieht muss
ich alles sehen. Alles!’ Bald schaute mich aus blutunterlaufenen Augen
über seinen Rauschebart hinweg an. Dann verstand er und schaute an
sich herab. Er öffnete seinen Weihnachtsmannmantel und sah was ich
meinte.  ’Shit’, sagte er und brachte es in Ordnung.

Dann waren wir wieder unterwegs. Alle Zuschauer der ersten vier
Vorstellungen waren nun vor der Hauptbühne und feierten, wir
quetschten uns an ihnen vorbei durch die Menschenmassen. Es war heiß,
die Kleidung unter meinem Kostüm war durchgeschwitzt, der Schweiß
hunderter Gäste kondensierte an den Scheiben des Gebäudes und flossen
als kleine Rinnsäle zu Boden. Jemand drückte mir wieder ein Bier in
die Hand, ich trank es durch den Polyesterbart. Dann schob uns jemand
durch eine Tür in den Seitengang des ersten Hörsaales, ich zückte die
verbliebene Hälfte meines Drumsticks und begann zu trommeln.

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Das Imperium schlägt zurück (The Empire Strikes Back, 1980 / Star Wars Episode V: The Empire Strikes Back, 2004)



Bald sind alle Star wars - Filme durch. Ein Glück, denn langsam
klingelt mir der gewohnte Tusch in den Ohren! Diese Rezension des
vorletzten Filmes fällt daher unmotivierter und kürzer aus.

Denn die Ton- und Bildqualität entspricht in etwa dem vorherigen Film,
aufgrund des geringeren Alters sind die Bilder teilweise schärfer.

Die Story ist okay, genauso spaßig wie der Vorgänger, aber eben
unvollständig. Insgesamt wurde etwas lahmer geschnitten, und ich habe
mich teilweise dabei ertappt, wie ich nebenher im Internet gesurft
habe , während Luke seine recht kurze Ausbildung absolviert hat.

Der Film hat wie sein Vorgänger ein ganz anderes Verständnis von
Action und Spaß als die nachgeschobene Trilogie, wodurch diese
irgendwie rückwirkend noch schlechter wirkt. Schade!

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Der ESC und ich

Ich gucke schon seit vielen, vielen Jahren den ESC. Das habe ich irgendwie von meinem Vater geerbt, und als letztes Jahr der ESC in der Esprit-Arena zu Düsseldorf startete, war ich natürlich live vor Ort.

Oft ernte ich schräge Blicke oder ebenso schräge Kommentare für dieses Hobby. Ich interessiere mich nicht für Fußball, und das Wichtigste an Autos ist für mich, dass es mich von A nach B bringt, aber den ESC schaue ich jedes Mal. Warum eigentlich?

Definitiv nicht wegen der wunderschönen Musik. Ja, man hört immer Gejammere, dass die Musik auf dem ESC so schlecht geworden ist, aber das ist nichts anderes als das typische “Früher war alles Besser” - Gemecker von Senioren, die sich gar nicht mehr ganz genau an “Früher” erinnern. Denn es gab eigentlich nie ein Jahr, wo auch nur die Hälfte der Songs für meine zarten Ohren erträglich waren. Klar, beim ESC denkt man an Nicole, Lena Meyer-Landrut(h?), an ABBA und an die Olsen Brothers. Aber neben denen starteten jeweils noch über 20 andere Länder, die nicht auf dem gleichen Niveau waren wie eben beispielsweise ABBA.

Trotzdem bietet der ESC jedes Jahr viele interessante Einblicke. Man fragt sich zum Beispiel, was die Niederlande letztes Jahr bewogen hat, diese musikalische Perle ins Rennen zu schicken. Haben die alle keine Ohren? Interessant ist auch, wie viele Länder jedes Jahr versuchen, den Sieger aus dem Vorjahr zu imitieren. 2011 waren so viele Lenas beim ESC unterwegs wie nie zuvor, und in den Jahren davor gab es immer mindestens ein Land mit einem ABBA-Abklatsch. Nur Lordi wurde irgendwie nicht kopiert.

A propros Lordi: Die Metaller aus Finnland zeigen, was das Problem beim ESC ist: Zu viele Acts gleichen sich und führen fade Popnümmerchen ins Feld, während das Publikum was interessantes, neues möchte. Aber singen sollten sie schon können, wie der (knapp) verpasste Sieg der russischen Omas in diesem Jahr zeigt.

Wenn man jedes Jahr den ESC verfolgt, dann erkennt man jedes Jahr vieles wieder. Beispielsweise die trashigen Eurodance-Beats, die typischerweise (mit ein paar Ausnahmen) aus den UK kommen, oder die merkwürdigen Nummern aus Griechenland, wo man sich jedes Jahr aufs Neue denkt: “Was zum Teufel…?”

Da sind wir auch bei einem weiteren Thema: Jedes Jahr steht der Vorwurf im Raum, die “Ostblockstaaten” würden sich gegenseitig Punkte zuschustern (wenn die Schweiz oder Österreich uns Punkte geben, dann sind das aber unsere netten Nachbarn, und keine Zuschusterei…). Aber die Songs der jeweiligen Länder ähneln sich auch stark, und offenbaren, dass die dortigen Einwohner auch einfach einen anderen Musikgeschmack haben als wir. Die wählen nicht nur für die Nachbarländer, weil sie die Länder mögen, sondern sie mögen sogar deren Musik! Incroyable!

Zuletzt hat der ESC auch viel mit Politk zu tun, auch wenn er sich um Gegenteiliges bemüht. Bei der Punktevergabe sieht man mal mehr, mal weniger deutlich, was das “Fußvolk” der jeweiligen Länder, und nicht die Parlamente und Abgeordneten, über die anderen Länder denken. Besonders interessant sind die Punktevergaben, wo die Länder eigentlich einen sehr ähnlichen Musikgeschmack haben, sich aber trotzdem keinen einzigen Punkt geben (wie Belgien an Deutschland). Und der ESC hilft, Aufmerksamkeit auf Missstände zu lenken, denn geben wir es ruhig zu: Vor dem ESC wusste kein Mensch, wo Azerbaijan überhaupt liegt.

Nächstes Jahr schalte ich also natürlich wieder ein, oder bin vielleicht auch live vor Ort, denn Stockholm ist schön, und der ESC macht einfach Spaß.

Link

imrushedfortime:

Laut den Regeln des ESC sind politische Reaktionen und Äußerungen der Künstler nicht erlaubt.

Schade, dass nur Anke Engelke diese Regel verletzt hat. Ich hätte mir gerne mehr gewünscht, um gerade diese “Europa-Veranstaltung” dafür zu nutzen.

Am liebsten wäre mir da wirklich eine Art “Fake-Bombendrohung” oder ähnliches gewesen oder ein Künstler, der auf einmal seine Jacke aufmacht und darunter eine “Selbstmord-Bomben-Attrappe” trägt.

Aber vielleicht ist das auch alles nur ein flüchtiger, undurchdachter und pubertärer Aufschrei, der mir da durch den Kopf ging.

Da war doch auch noch ein Kommentator, der sagte :’ Azerbaijan, love is blind. We love you anyway!”. Das fand ich auch gut!

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Krieg der Sterne (Star Wars, 1977 / Star Wars, Episode IV: A New Hope, 2004)

Ich muss ein unfassbares Geständnis ablegen: ich kannte die Mutter
aller Science Fiction Filme, den allerersten Star Wars-Teil, nicht.
Ich dachte ich kannte ihn, ich dachte ich hätte alle drei Teile als
Kind mindestens einmal gesehen, aber das stimmt nicht. Als ich mir nun
Teil I der originalen Trilogie anschaute, kam mir so gar nichts
bekannt vor. Überhaupt nichts! Vielleicht kenne ich ja auch nur einen
der drei Filme?

Jedenfalls hat mich nicht nur diese Erkenntnis, sondern auch der Film
ziemlich umgehauen. Die Nachbearbeitung ist extrem liebevoll, es ist
massenweise verbesserte Szenen, aber man sieht den Übergang von neu
nach alt nicht. Klar, man sieht Szenen, da weiß man: das ist altes
Material. Und man sieht Szenen, da weiß man, die sind neu gemacht.
Aber man sieht nie einen harten Bruch zwischen beiden, der ganze Film
ist aus einem Guss. Okay, die Lichtschwerter sind im Vergleich zu den
neueren Filmen eher traurige Knicklichter, aber das tut dem Spaß
trotzdem keinen Abbruch.

Trotzdem muss ich mich über den Anschluss zwischen der neuen und der
alten Trilogie wundern. Lucas hat unbedeutende Details beibehalten,
z.b. die Sandvölker, die einfach aus dem Hinterhalt sowohl auf Luke
als auch vorher in Episode I auf seinen Vater schießen, aber
offensichtliche Anschlussfehler wie ‘den Namen Obi-Wan nutze ich seit
lange vor deiner Geburt nicht mehr’ belassen. Die muss man sich nun
also mit dem schlechten Gedächtnis von Kenobi erklären. Insgesamt ist
der Übergang zwar etwas holprig, aber dennoch okay.

Die Story von Krieg der Sterne ist cool, und die Umsetzung ist cooler.
Locker- leichtes Popcornkino voller Spaß und merkwürdig aussehender
Aliens, und vier Hauptpersonen, die von einer Situation in die nächste
schlittern. Plot Devices wie in den Vorgängern? Nö.

Für meinen Geschmack ist der Film zwischendrin etwas zu langatmig
geschnitten, aber das ist für die damalige Zeit durchaus üblich (man
erinnere sich nur an den ersten Superman- Film, in dem die meiste Zeit
gar nichts passiert). Er ist aber spannender als mindestens Episode I
und II zusammen, und glaubwürdiger allemal. Okay, man wundert sich
warum Luke nach dem Tod seiner Zieheltern Hals über Kopf Tatooine
verlässt, aber man kann mit gutem Willen annehmen, dass er seiner
Trauer außerhalb der Hauptstory nachgeht (anders als z.b. Bei den
Avengers
, siehe auch die dortige Diskussion)

Mir gefällt außerdem die Charakterisierung von Han Solo, Luke und
Leia. Luke. Luke, naiv und mutig (vielleicht auch nur wegen seiner
Naivität so mutig), Leia, erfrischend emanzipiert und schießwütig, und
Han, fieser Schurke und ein absoluter Antiheld. Übrigens: George hat
wieder an der Greedo-Szene rumgespielt. Jetzt schießen beide
gleichzeitig, angeblich, aber davon sieht man nichts. Aus meiner Sicht
sieht es so aus als schießt Han zuerst (so soll es sein!), aber wenn
man Frame für Frame durchgeht kann man kinderfreundlich einen zweiten
Schuss sehen, den Greedo abgefeuert hat.

Ehrlich, Krieg der Sterne ist noch im Jahr 2012 absolut cool und
spaßig, und ich wünschte, ich hätte ihn als Kind schon gesehen. Und
ich wünschte, es gäbe würdige Fortsetzungen, die beispielsweise in der
Vergangenheit angesiedelt sind. Das wäre cool.

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Darth Broccoli

Wenn man bei Wikipedia Darth Vader eintippt, landet man auf der Seite der Figuren aus dem Star Wars Universum. Der Schauspieler von Darth Vader ist David Prowse, und der wiederum ist Gewichtheber. Das Gewicht einer Hantel hat eine gewisse Masse, und im Alltagsgebrauch sagt man auch “Abtropfgewicht”, wenn man “Masse” meint. Das Abtropfgewicht bezieht sich in der Regel jedoch auf Lebensmittel, zu denen natürlich auch Gemüse gehört.  Zu Gemüse gibt es eine ganze Liste, auf denen natürlich auch Broccoli steht.

Man kommt also in weniger als 10 Klicks auf Links in Wikipedia-Artikeln von Darth Vader zu Broccoli. Das waren zehn Minuten meiner Zeit, die ich nie wiederbekomme.

Tags: misc fun